Alte Fugen im Bad und in der Küche sehen nicht nur unschön aus, sondern können richtig gefährlich sein. Wenn Wasser durch die undichten Fugen hinter die Duschtasse schwappt oder in der Küche Schimmel die Dichtfugen verunziert, stehen teure und mitunter gesundheitsschädliche Folgen ins Haus.

Fugenbreite: Fugendichtmassen richtig anwenden

Die nötige Fugenbreite für eine dichte Sanitärfuge hängt immer von der Beschaffenheit des Materials und dem verwendeten Dichtstoff ab. Einfache Faustregeln gibt es daher nicht, dennoch sollte es selbstverständlich sein, dass die Fugenbreite etwas größer als die zu füllende Spaltbreite ist. In den meisten Fällen dürfte etwa das zweieinhalbfache des Fugenspaltes ausreichen. Bei einer Fuge von 5 mm wären dies demzufolge 12,5 mm. Im Außenbereich oder anderen thermisch hochbelasteten Umgebungen sollte das drei- bis vierfache gerechnet werden. Hier wäre bei 5 mm eine Fugenbreite von etwa 20 mm ausreichend. Das genügt, um thermische Verformungen auszugleichen und die Fuge dauerhaft abzudichten.

Silikon-Fugendichtstoffe – Elastische Abdichtung

Heutzutage werden an Silikon- Fugendichtstoffe im Sanitärbereich zunehmend höhere Ansprüche gestellt. Neben guten Verarbeitungs- und Abdichtungseigenschaften müssen diese Fugendichtstoffe auch dauerelastisch sein, damit sie Bewegungen im Untergrund aufnehmen können ohne dass die Fuge reißt. Häufig kann man beobachten, daß Fugen im Wand- Bodenübergang bei einer zu frühen Verfugung reißen. Verhindern kann man dies nur, wenn die Verfugung in diesem Bereich erst nach einer gewissen Wartezeit erfolgt und Silikon- Fugendichtstoffe mit einer besonders hohen Elastizität eingesetzt werden. Bei kritischen Gewerken wie Terrassen, Balkone oder Badezimmern wird von Fugendichtstoffen eine hohe Bewegungsaufnahme verlangt. Neben guten Verarbeitungs- und Abdichtungseigenschaften müssen sie dauerelastisch sein. Hier werden Silikon-Fugendichtstoffe mit einer besonders hohen Elastizität eingesetzt.